Frauenkirche Dresden: Mit Turmdrehkran kaum schneller als 1726?

ERDKUNDE Dresden

Frauenkirche Dresden: Mit Turmdrehkran kaum schneller als 1726?

Siebzehn Jahre für die Frauenkirche ab 1726, elf Jahre für den Wiederaufbau mit Kränen und Computern. Wie ging das damals? Wir fragen nach.

29.09.2026 11 Min Lesezeit 2.320 Worte
Die wiederaufgebaute Frauenkirche am Tag der Weihe 2005, ringsum Baukräne und Rohbauten am Neumarkt
Der Tag der Weihe, 30. Oktober 2005: Die Frauenkirche steht wieder, ringsum drehen sich die Baukräne am Neumarkt.Bild: Saintswithin, 30.10.2005 · Wikimedia Commons · gemeinfrei

Am 30. Oktober 2005 wurde in Dresden die wiederaufgebaute Frauenkirche geweiht. Rund um die helle Kuppel ragten an diesem Tag Baukräne in den Himmel, denn ringsum war der Neumarkt noch eine einzige Baustelle.

An diesem Tag wurde viel erzählt: von Spenden, von Steinen, die man einzeln aus dem Trümmerberg geborgen hatte, von moderner Technik und von elf Jahren Bauzeit. Eine Frage hörte man an diesem Tag allerdings kaum: Wie haben die Menschen es im Jahr 1726 gemacht?

Denn damals entstand diese Kirche schon einmal, mit Holz, Seilen und Muskelkraft, so will es die Geschichtsschreibung. Gebraucht hat sie dafür kaum länger als der Wiederaufbau mit Turmdrehkränen, Stahlgerüsten und Computern. Wir haben uns beide Bauzeiten genau angesehen, und diese Rechnung lässt uns keine Ruhe.

Das Wichtigste in Kürze

  1. Siebzehn Jahre ab 1726.Grundstein am 26. August 1726, das Turmkreuz saß am 27. Mai 1743 auf der Kuppel. Gebaut mit den Mitteln der Barockzeit.
  2. Elf Jahre ab 1994.Erster Stein des Wiederaufbaus am 27. Mai 1994, Weihe am 30. Oktober 2005. Gebaut mit Kränen, Stahl und Computerplänen.
  3. Nur gut fünf Jahre Unterschied.Obwohl beim Wiederaufbau die Pläne vorlagen und die Technik unserer Zeit bereitstand.
  4. Unsere Sicht.Für uns passt das nicht zusammen. Wir stellen die Fragen, entscheide selbst.

Der Wiederaufbau: Kräne, Stahl und Computer

Nach der Zerstörung im Februar 1945 lag die Frauenkirche fast fünfzig Jahre als Trümmerberg mitten in der Stadt. Anfang 1993 begann die Enttrümmerung, und dabei ging man mit größter Sorgfalt vor. Jeder brauchbare Stein wurde vermessen, nummeriert und in Regalen eingelagert, um später wieder an seinen alten Platz zu kommen.

Die Ruine der Frauenkirche 1991, ein Turmstumpf bereits eingerüstetEin Turmdrehkran über den Ruinenresten der Frauenkirche, 1995Regalreihen mit nummerierten, geborgenen Originalsteinen der FrauenkircheDer Gerüstkubus um die wachsende Frauenkirche mit zwei Kränen, davor das Steinlager
Vom Trümmerberg zur Großbaustelle. Jeder Stein bekam eine Nummer und einen Platz im Computermodell.Bilder: 1 Heinrich Gimmler, 1991 · Wikimedia Commons · gemeinfrei; 2 Jotbepe, 1995 · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0; 3 Greg O'Beirne, 1999 · Wikimedia Commons · CC BY 2.5; 4 Köller Fotografie / MagentaGreen, um 2000 · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Am 27. Mai 1994 wurde der erste Stein versetzt. Von da an wuchs die Kirche in einem Gerüstkubus aus Stahl, über dem sich zeitweise zwei große Turmdrehkräne drehten. Computerprogramme ermittelten, wo jeder geborgene Stein einst gesessen hatte.

Die Stiftung Frauenkirche hat die Zahlen dieses Wiederaufbaus genau festgehalten, und einige davon lohnen einen zweiten Blick:

Der Wiederaufbau in Zahlenlaut Stiftung Frauenkirche
Gesamtkosten182,6 Millionen Euro
davon reine Baukosten131,1 Millionen Euro
Spenden102,8 Millionen Euro
alte Steine wieder in der Fassade7.110
historischer Anteil am Steinmaterialrund 45 Prozent
Stahlkonstruktion570 Tonnen
Elektroleitungen85.000 Meter
Gewicht des ganzen Baus60.000 Tonnen
davon Kuppel und Laterne13.000 Tonnen
Höhe mit Turmkreuz91,23 Meter
Zeitplanein Jahr früher fertig als geplant
Mehrkosten2 Prozent, weniger als die Teuerung

Der Bau war also ein Jahr früher fertig, mit 570 Tonnen Stahl im Bauwerk und dem ganzen Wissen unserer Zeit. Alle Bauwerksdaten findest Du auf der Seite der Stiftung Frauenkirche, bis hin zu den acht Glocken und den 4.876 Pfeifen der Orgel.

Zwei gelbe Turmdrehkräne über der eingerüsteten Kuppel der Frauenkirche, August 2002Turmdrehkran neben der Frauenkirche, die Laterne noch im Gerüst, Dezember 2003Die fast fertige Frauenkirche im April 2005, davor Kran und Bauzaun
Drei Jahre Baustelle, und immer mit dabei: der Turmdrehkran.Bilder: 1 Jörg Blobelt, 15.08.2002 · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0; 2 Stefan Kühn, Dezember 2003 · Wikimedia Commons · CC BY 3.0; 3 gernhaex, April 2005 · Wikimedia Commons · CC BY 2.0

Der große Moment kam am 22. Juni 2004, als ein Kran die Turmhaube samt Kuppelkreuz in die Höhe hob und oben auf die Kuppel setzte. Im Oktober 2005 folgte die Weihe, elf Jahre und fünf Monate nach dem ersten Stein.

Ein Kran hebt am 22. Juni 2004 die Turmhaube über die Kuppel der Frauenkirche
22. Juni 2004: Der Kran hebt die Turmhaube über die Kuppel. So sieht Bauen mit der Technik unserer Zeit aus.Bild: Lupus in Saxonia, 22.06.2004 · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

Der erste Bau: siebzehn Jahre ab 1726

Die erste Frauenkirche an dieser Stelle war eine schlichte gotische Kirche mit spitzem Turm, umgeben von einem Kirchhof. 1722 beschloss der Rat der Stadt einen Neubau und beauftragte seinen Ratszimmermeister George Bähr. Den Grundstein legte man am 26. August 1726, die alte Kirche wurde 1727 abgerissen.

Kupferstich der alten gotischen Frauenkirche mit spitzem Turm und Kirchhof, 1714Kupferstich der alten Frauenkirche von Norden, bereits ohne Turm
So sah der Vorgängerbau aus. Wenige Jahre später stand hier eine Kuppel aus Stein.Bilder: 1 Moritz Bodenehr, 1714 · Wikimedia Commons · gemeinfrei; 2 Moritz Bodenehr, um 1722 bis 1728 · Wikimedia Commons · gemeinfrei

Bährs Entwurf war kühn: eine Kirche mit einer Kuppel ganz aus Sandstein, außen 26,15 Meter im Durchmesser und 24 Meter hoch, die Wand unten 2,30 Meter dick. Die Dresdner nennen sie bis heute die Steinerne Glocke.

Lageplan um 1725: der Grundriss des Neubaus über der alten KircheSchnitt und Grundriss der Kuppel nach einer Handzeichnung George BährsLängsschnitt durch die Frauenkirche mit Emporen, Kuppel und Laterne
Pläne, Schnitte, Grundrisse. Gezeichnet ist alles sehr genau. Wie es gebaut wurde, zeigen sie leider kaum.Bilder: 1 George Bähr zugeschrieben, um 1725 · Wikimedia Commons · gemeinfrei; 2 nach George Bähr, aus: Die Bauten von Dresden, 1878 · Wikimedia Commons · gemeinfrei; 3 Die Bauten von Dresden, 1878 · Wikimedia Commons · gemeinfrei

Am 28. Februar 1734 wurde die Kirche geweiht, während am Bau noch weitergearbeitet wurde. George Bähr starb 1738, fünf Jahre vor der Vollendung. Am 27. Mai 1743 setzte man schließlich das Turmkreuz auf die Laterne, sechzehn Jahre und neun Monate nach dem Grundstein.

Die Frauenkirche im Steckbrief

Wo
Neumarkt, Dresden
Wann
Erster Bau: Grundstein 26. August 1726, Turmkreuz 27. Mai 1743 · Wiederaufbau: erster Stein 27. Mai 1994, Weihe 30. Oktober 2005
Wer
Neubau beschlossen 1722 vom Rat der Stadt · Entwurf: Ratszimmermeister George Bähr, gestorben 1738, vor der Vollendung · Zahlen zum Wiederaufbau: Stiftung Frauenkirche
Überliefert
In den von uns gesichteten Quellen viel über Bähr, die Weihe und die Pläne · kaum etwas darüber, wie die Kuppel nach oben kam
Einordnung
Mit Holz, Seil und Muskelkraft in knapp siebzehn Jahren, so will es die Geschichtsschreibung. So, wie man es uns erzählt, können wir es uns kaum vorstellen.
16 Jahre, 9 MonateVom Grundstein 1726 bis zum Turmkreuz 1743, mit Holz, Seil und Menschenhand.Erster Bau, Daten wie im Text
11 Jahre, 5 MonateVom ersten Stein 1994 bis zur Weihe 2005, mit Turmdrehkränen, 570 Tonnen Stahl und Computerplänen.Wiederaufbau, Daten wie im Text

Nehmen wir die Zahlen einmal beim Wort

Wie schwer ist so eine Kuppel eigentlich? Die Stiftung Frauenkirche nennt für Kuppel und Laterne 13.000 Tonnen, für den ganzen Bau 60.000 Tonnen. Rechnen wir das um, ausdrücklich als Überschlag: Ein Auto wiegt rund anderthalb Tonnen, Kuppel und Laterne wiegen demnach so viel wie gut 8.600 Autos. Ganz oben auf der Laterne liegt zudem eine Aussichtsplattform in 67 Metern Höhe.

So schwer wie 8.600 Autos und bis in 67 Meter Höhe, gebaut mit Holz, Seil und Menschenhand?

Die offizielle Erklärung für Bauten dieser Zeit klingt immer ähnlich: Gerüste aus Holz, Rampen, Seile und Flaschenzüge, dazu hölzerne Kräne, in deren großen Treträdern Menschen liefen und so die Last nach oben zogen. Stein für Stein, Jahr für Jahr.

Auffällig finden wir, wie wenig davon überliefert ist. In den Quellen, die wir für diesen Beitrag durchgesehen haben, steht viel über Bähr, über die Weihe und über die Pläne. Wie die Steinerne Glocke nach oben kam, erfahren wir dort kaum. Wo sind die Zeichnungen der Baustelle, die Abrechnungen der Hebezeuge, die Bilder der Gerüste?

Gemälde von Bellotto: der Neumarkt mit der Frauenkirche, Kutschen und Menschen, 1749
Der Neumarkt im Jahr 1749, gemalt von Bernardo Bellotto. Sechs Jahre nach der Vollendung steht die Kirche da, als wäre sie immer schon hier gewesen.Bild: Bernardo Bellotto, 1749 · Wikimedia Commons · gemeinfrei

Sechs Jahre nach der Vollendung malte Bernardo Bellotto den Neumarkt. Wir sehen Kutschen, Händler und Menschen in ihrer Alltagskleidung, mittendrin einen Bau, der mit allem ringsum wenig gemein hat. Auch auf den Guckkastenblättern jener Jahre steht die Kirche so da, als hätte sie immer schon dort gestanden.

Siebzehn Jahre lang soll mitten in Dresden eine Baustelle gelegen haben, wie sie die Stadt bis dahin kaum kannte: Gerüste, Rampen und Treträder, dazu eine Kuppel aus Stein, die Jahr für Jahr in den Himmel wuchs. Die Maler aber greifen erst zum Pinsel, als alles fertig ist? Warum ist uns bis heute kein einziges Gemälde begegnet, das diesen außergewöhnlichen Bau im Entstehen zeigt? Zeit genug hätte ein Maler doch gehabt.

Gemälde von Bellotto: Blick an der Frauenkirche entlang in die Gasse, um 1751Koloriertes Guckkastenblatt: der Neumarkt mit Frauenkirche und Kutsche, um 1750
Bilder: 1 Bernardo Bellotto, um 1751 · Wikimedia Commons · gemeinfrei; 2 Gottlieb Friedrich Riedel, um 1750 · Wikimedia Commons · gemeinfrei

Hundertdreißig Jahre später: Handkarren vor der Kuppel

Jetzt springen wir gut ein Jahrhundert weiter. In den 1850er Jahren entstehen die ersten Fotografien der Frauenkirche, aufgenommen unter anderem von Hermann Krone und Felix Alexander Oppenheim. Diese Bilder sind rund 130 Jahre nach der Grundsteinlegung entstanden, und sie zeigen uns zum ersten Mal ungeschönt, wie es vor der Kirche aussah.

Frühe Fotografie der Frauenkirche von Hermann Krone, Ende der 1850er JahreFotografie der Frauenkirche von Oppenheim, davor Wagen und Säcke auf dem Neumarkt
Bilder: 1 Hermann Krone, Ende der 1850er · Wikimedia Commons · gemeinfrei; 2 Felix Alexander Oppenheim, um 1850 bis 1860 · Wikimedia Commons · gemeinfrei

Schau Dir einmal genau an, was vor der Kirche liegt. Auf dem Neumarkt stehen Planwagen und Handkarren, Körbe und Säcke liegen auf dem festgetretenen Boden, dazwischen ein paar Marktstände und ein einzelnes Pferdefuhrwerk. Menschen sieht man kaum, denn die Belichtung dauerte damals so lange, dass alles, was sich bewegte, aus dem Bild verschwand. Was bleibt, ist das Werkzeug des Alltags: Holz, Rad, Korb und Plane.

Ausschnitt: Planwagen, Handkarren, Körbe und Säcke auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche um 1860
Ausschnitt aus einer Aufnahme um 1860: Planwagen, Handkarren und Körbe auf dem Neumarkt, direkt vor den Stufen der Kirche.Bild: unbekannter Fotograf, um 1860, Ausschnitt · Library of Congress · Wikimedia Commons · gemeinfrei

Eine Stadt, deren Markt 130 Jahre nach dem Grundstein so aussieht, soll mit den Mitteln einer noch einfacheren Zeit eine Kuppel von 13.000 Tonnen errichtet haben? Wenn um 1860 die Waren noch auf Handkarren über den Platz rollten, womit haben dann die Vorfahren dieser Händler im Jahr 1726 gearbeitet?

Fotografie der Frauenkirche um 1860, davor der Neumarkt mit Wagen und Marktgut
Die ganze Aufnahme um 1860: oben die Steinerne Glocke, unten Wagen, Körbe und Säcke.Bild: unbekannter Fotograf, um 1860 · Library of Congress · Wikimedia Commons · gemeinfrei
Die Frauenkirche um 1880, davor Marktwagen auf dem PlatzDie Frauenkirche 1897 mit gepflastertem Neumarkt, Laternen und Denkmal
Die Stadt verändert sich langsam. Die Kirche steht, als gehörte sie zu einer anderen Zeit.Bilder: 1 unbekannter Fotograf, um 1880 · Wikimedia Commons · gemeinfrei; 2 unbekannter Fotograf, 1897 · Wikimedia Commons · gemeinfrei
Was man sich erzählt

Unter Wahrheitssuchern hört man zu Bauten wie der Frauenkirche vor allem zwei Überlegungen. Die erste: Die Baukunst jener Zeit war weiter, als man ihr heute zugesteht, und manches Wissen über das Heben schwerer Lasten ging danach verloren. Die zweite geht weiter und fragt, ob solche Bauwerke älter sind als ihre Bauakten und ob die Geschichte ihrer Entstehung erst im Nachhinein so erzählt wurde, wie wir sie heute kennen.

Beides können wir weder belegen noch widerlegen. Doch beides erklärt uns besser als die Schulbuchfassung, warum eine Kirche mit Tretrad und Seil kaum langsamer entstanden sein soll als mit Turmdrehkran und Computer.

Ein Blick hinein

Wer die Kirche vor 1945 betrat, stand in einem hohen, hellen Raum mit umlaufenden Emporen. Über dem Altar erhob sich die Orgel von Gottfried Silbermann. Dieser ganze Innenraum musste unter der steinernen Kuppel Platz finden, getragen von acht schlanken Pfeilern.

Innenraum der Frauenkirche um 1890: Altar, darüber die Orgel, rechts und links die EmporenInnenraum der Frauenkirche 1911 mit Altar, Orgel und umlaufenden Emporen
Bilder: 1 unbekannter Fotograf, 1890 · Wikimedia Commons · gemeinfrei; 2 Georges Servières, 1911 · Wikimedia Commons · gemeinfrei

Die ganze Geschichte gibt es auch als kurzes Video, in unter einer Minute:

Vorschaubild: Frauenkirche Dresden: 800 Tonnen Kran und vor 300 Jahren ein Tretrad?
Kran gegen Tretrad, damals gegen heute. Stimme und Tretrad-Szenen KI-erzeugt.Das Video liegt bei YouTube und startet erst mit Deinem Klick. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Was wir daraus machen

Stellen wir die beiden Bauzeiten noch einmal nebeneinander:

Erster BauWiederaufbau
Grundstein26. August 172627. Mai 1994
Weihe, nutzbar28. Februar 1734Unterkirche 21. August 1996
Kreuz auf der Kuppel27. Mai 174322. Juni 2004
Fertig1743Weihe 30. Oktober 2005
Bauzeit16 Jahre, 9 Monate11 Jahre, 5 Monate
MittelHolz, Seil, MenschenhandKräne, 570 Tonnen Stahl, Computer, fertige Pläne, 7.110 alte Steine

Dazwischen liegen 251 Jahre technischer Fortschritt, und herausgekommen sind gut fünf Jahre Vorsprung. Noch ein Zufall, über den wir dabei gestolpert sind: Das Turmkreuz kam am 27. Mai 1743 auf die Kuppel. Der erste Stein des Wiederaufbaus wurde am 27. Mai 1994 versetzt, auf den Tag genau 251 Jahre später.

Die wiederaufgebaute Frauenkirche im September 2005 von vorn, das dunkle Stein-Patchwork der Originalsteine gut sichtbar
Die Frauenkirche im September 2005. Die dunklen Steine sind geborgene Originale aus dem Bau von 1726.Bild: Nikater, September 2005 · Wikimedia Commons · gemeinfrei

Wie es 1726 wirklich war, wissen wir nicht. So, wie man es uns erzählt, erscheint es uns jedenfalls kaum vorstellbar. Diese Zweifel teilen wir mit vielen Wahrheitssuchern, und wir laden Dich ein, Dir selbst ein Bild zu machen. Wenn Du das nächste Mal auf dem Neumarkt stehst, schau nach oben und frag Dich: Wie kam dieser Stein dort hinauf?

Die Frauenkirche ist übrigens nicht das einzige Dresdner Bauwerk mit einer erstaunlich kurzen Bauzeit. Lies weiter beim Central-Theater, das in nur zwölf Monaten gestanden haben soll, und beim Neuen Rathaus, das samt hundert Meter hohem Turm in fünf Jahren entstanden sein soll. Ein weiteres stilles Rätsel aus Stein erwartet Dich in Merseburg.

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Beste Grüße
#erdkundetotal

Zum Selbernachlesen

  • Stiftung Frauenkirche Dresden, Geschichte der Frauenkirche: Ratsbeschluss 1722, George Bähr, erster Stein des Wiederaufbaus am 27. Mai 1994, frauenkirche-dresden.de
  • Stiftung Frauenkirche Dresden, Bauwerksdaten: Maße, Gewicht von Bau und Kuppel, Steine, Stahl, Kosten und Spenden des Wiederaufbaus, frauenkirche-dresden.de/bauwerksdaten
  • Frauenkirche (Dresden): Bauzeiten, Wandstärke der Kuppel, Computerprogramme beim Wiederaufbau, Wikipedia, abgerufen am 29. September 2026
  • Die Pläne und Schnitte stammen aus Die Bauten von Dresden, Dresden 1878, bei Wikimedia Commons
  • Alle Bilder mit Urheber und Lizenz: jeweils unter dem Bild verlinkt, gesammelt in der Kategorie Frauenkirche bei Wikimedia Commons
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